Ging ab... (BAP^^)

Die großen Konzerne

Adidas

Adidas, einer der Hauptsponsoren der Fußball-WM 2006, gibt jährlich mehrere Mio. US-Dollar für Marketing aus. Allein die Werbeaktionen rund um die Weltmeisterschaft lässt sich der Konzern 45 Mio. kosten.
Dieses Geld wird in der Produktion eingespart – auf Kosten der Arbeiterinnen. Diese verdienen einen Hungerlohn, haben keine Pausen, für einen Gang zur Toilette wird ein ganzer Tageslohn abgezogen und es werden uneingeschränkte Überstunden abverlangt.
Der Lohn für das Nähen eines Kleidungsstücks liegt bei 0,05 bis 2 Prozent des Verkaufswertes. Die Arbeiterinnen verdienen monatlich, weltweit zwischen 42 Euro in China, 57 Euro in Rumänien bis zu 141 US-Dollar in El-Salvador.
Adidas missachtet jedes Anti-Diskriminierungsgesetz, indem sie keine Schwangeren und Tätowierten einstellt. Das Recht auf gewerkschaftliche Organisation wird verwehrt.

In Pakistan leben 3000 Menschen von der Näharbeit (an Sportbällen). Aufgrund der niedrigen Löhne sind die Familien gezwungen auch ihre Kinder arbeiten zu schicken, wodurch viele Kinder nie zur Schule gehen können. Arbeiterinnen werden bei Nichteinhaltung der Akkordarbeit (6000 Schuhe pro Näherin pro Monat) geschlagen.
Nach dem Versuch der Näherinnen aus El Salvador, sich gewerkschaftlich zu organisieren, wurde diese Fabrik geschlossen. Sie warten seit 2005 auf ihre ausstehenden Löhne, die sie bis heute nicht bekommen haben, doch Adidas entzieht sich jeglicher Verantwortung: „Wir wussten von nichts und werden nicht bezahlen.“ Sozialabgaben wurden zwar vom Lohn abgezogen, aber nicht für die Arbeiterinnen eingesetzt.
Durch gemeinsame Produktion (für C&A, Karstadt, Quelle und H&M) werden Kosten eingespart. Die Waren werden an einem Ort geschneidert, so muss Adidas beim Export weder Steuern noch Zölle zahlen.

Durch Hitze, Staub und Dämpfe giftiger Färbemittel leiden die Näherinnen an Lungen- und Hauterkrankungen. Der Arbeitsdruck verursacht eine Rate an Fehlgeburten, die weit über dem nationalen Durchschnitt in den Herstellerländern liegt.

Seit den 20er Jahren lassen Adidas und Co. ihre Waren in Billiglohnländern anfertigen. Die Regierungen und Behörden dort sind erpressbar, indem ihnen mit der Verlagerung des Produktionsstandortes gedroht wird.
Seit Ende 2004 wird die Herstellung der Kleidungsstücke verstärkt nach China verlagert. Die Näherinnen müssen dort bis zu 15 Stunden täglich an der Nähmaschine arbeiten und die vier, gesetzlich vorgeschriebenen, freien Tage pro Monat entfallen komplett. Auch werden die Arbeiterinnen nicht über ihre Rechte aufgeklärt. Die Durchsetzung derer wird nicht von unabhängigen Organisationen, wie der Fair-Play Fundation aus Holland, kontrolliert. Stattdessen werden diese Organisationen von den Herstellern massiv bekämpft.

In Bangladesch sind 2005 insgesamt 130 Näherinnen bei Arbeitsunfällen ums Leben gekommen. Anfang dieses Jahres wurden drei Textilfabriken zur Todesfalle, in denen offiziell 175 Arbeiterinnen starben. Die Zahl der Todesopfer ist immer noch ansteigend. Grund dafür sind mangelnde Sicherheitsvorkehrungen – wegen zu hoher Kosten wird an der Sicherheit der Beschäftigten gespart.

Durch Enteignungen in Billiglohnländern können viele Landwirte ihre Existenz nicht mehr sichern und sind daher gezwungen in die Städte zu ziehen, um dort unter katastrophalen Arbeitsbedingungen und zu Tiefstlöhnen (z.B. bei Adidas) zu arbeiten.

In China entfällt die Quote, die den Import aus Billiglohnländern regulieren soll, komplett. So wird sich die Produktion in China und auch in Lateinamerika in naher Zukunft mehr als verdoppeln. Dadurch kann Adidas seine Machstellung ausbauen und sein Lohndumping weiter verfestigen.

12.11.06 22:28, kommentieren

Mc Donald’s als größter Fleischverarbeiter der Welt

Um den gewaltigen Hunger der Industrieländer nach Fleisch zu stillen, müssen jährlich über 70.000 Hektar tropischen Regenwalds gerodet werden. Das Land wird benötigt, um dort Futter (insb. Soja) für die Tiermast anzubauen. Die Folgen dieses rücksichtslosen Umgangs mit der Umwelt haben katastrophale Folgen für Mensch und Natur.
Durch den massiven Soja-Anbau, der z.B. in Brasilien bereits 20% des fruchtbaren Bodens beansprucht, bleibt kaum noch Ackerland für die Einheimischen.
Hunger und Unterernährung sind die Folge, da die häufig arme Bevölkerung nun auf teure Importprodukte zurückgreifen muss, die sie sich meist nicht leisten kann.
Zudem verursachen bei der Futtermittelproduktion Agrargifte, ungefilterte Abwasser und technische Unfälle die Verschmutzung von Grundwasser und Flüssen, die oftmals der einzige Zugang zu Wasser ist. Die Menschen haben dann keine Wahl, sie müssen das vergiftete Wasser zum trinken, kochen, waschen,... benutzen.
Klimaerwärmung, Dürre und Erosion sind weiter Resultate der Rodung des Regenwaldes, welcher einmal abgeholzt für immer verloren ist.
Mc Donald’s als größter Fleischverarbeiter der Welt, fördert den Fleischkonsum. Zwar rühmt sich der Konzern damit in deutschen Filialen ausschließlich deutsches Rindfleisch anzubieten, über die Herkunft des Futters macht er jedoch keine Angaben.

Profitgier, Ausbeutung, Elend

Auf der Suche nach immer günstigeren Produktionsbedingungen schreckt der Fast-Food Multi selbst vor Kinderarbeit nicht zurück.
So wurde im Jahr 2000 ein Bericht über die Praktiken in fünf Zulieferbetrieben von Mc Donald’s, welche Figuren für die so genannten „Happy Meals“, in China und Vietnam herstellen, veröffentlicht. Aus diesem geht hervor, dass in den Fabriken Kinder zwischen 12 und 13 Jahren bis zu 15 Stunden am Tag arbeiten mussten. Die Kinder, die für die Milliarden Umsätze des Konzerns ausgebeutet wurden, erhielten einen Stundenlohn von gerade einmal rund 19 cent pro Stunde.
Mc Donald’s musste die katastrophalen Zustände damals eingestehen, aber anstatt diese zu verbessern, suchte sich der Konzern einfach neue Zulieferbetriebe.

Doch nicht nur in der sog. 3. Welt setzt der Fast-Food Multi auf maximale Ausbeutung.
2001 lag das Gehalt eines Beschäftigten in Deutschland bei einem Stundenlohn von ca. 5,55 € und einer 40 Stunden Woche oft unter Sozialhilfe Niveau.
Mit aller Macht stemmt sich der Konzern gegen die Gründung von Betriebsräten. Durch den ständigen Wechsel der Belegschaft unter den Filialen, ist es für die Angestellten praktisch unmöglich sich zu organisieren.
Der Kampg gegen organisierte angestellte ging im Rhein.Main Gebiet sogar soweit, dass Standorte mit Betriebsrat nach längeren Rechtsstreittigkeiten geschlossen wurden. Diese wurden dann nach einigen Monaten ohne Betriebsräte wiedereröffnet.

http://www.mcspotlight.org/campaigns/translations/trans_germany.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Mc_Donald%27s
http://www.labournet.de/branchen/dienstleistung/mcdonalds2.html
http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/rat/2004/diederich.html
http://www.projektwerkstatt.de/pwerk/weilburg/inpuncto/1998-1/mcdonald.html
http://www.against-mcdonalds.ch.vu/

Zusatz:
Schwarz buch Marken Firmen

Mc Donalds Mc.D ist der Welt größte Rindfleischkäufer. In Südamerika fielen riesige Flächen Regenwald dem Bedarf an Weideland für Rindfleisch zum Opfer. Das Fleisch für 5200 europäische Filialen kommt von europäischen Rindern. Dafür wird tonnenweise Futtermittel aus Ländern importiert in denen großer teile der Bevölkerung hungern. Riesige Flächen werden der lokalen Nahrungsmittelproduktion vorenthalten. Im Juli 2000 wies Greenpeace nach das Mc.D Gensoja an Hünchen verfütert die als Chicken Mc Nuggets und Mc chicken verkauft werden.
Im Sommer 2000 veröffentlichte eine Konsumgruppe in Hongkong ein Bericht über die Praktiken der Happy Meal Figuren Herstellung. Darin ist von Kinderarbeit und gefälschten Ausweisen in denen Arbeiter älter gemacht werden als sie sind die rede. Für 8 Std. erhalten Beschäftigte etwa 1.49 Normalerweise müssen sie 15 std pro Tag arbeiten und erhalten nicht einmal einen freien Tag. Als nachgewiesen wurde das mehr als 100 Kinder im Alter zwischen 12 und 13 Jahren in der Fabrik arbeiten schickt Mc.D ein Untersuchungsteam dorthin anstatt die Arbeitsbedingungen zu verbessern stoppt der Konzern die Aufträge und vergibt sie an andere Firmen.
1997 trat in Vietnam eine Massen Vergiftung auf. 220 von 1000 Beschäftigten waren davon betroffen. 25 Arbeiterinnen brachen zusammen und wurden in ein Krankenhaus eingeliefert. Obwohl die Arbeiterinnen nur 6 cent pro Stunde verdienen weigerte sich die Fabrik die Kosten für die Behandlung zu übernehmen.

12.11.06 22:27, kommentieren

Coca Cola Company

Die Coca Cola Company ist, der mit Abstand größte Getränkehersteller weltweit. Die meisten Menschen werden von klein auf an seine Produkte (Coca Cola, Coca Cola Light, Vanilla Coke, Sprite, Fanta, Mezzo Mix, Lift, Bonaqa, Nestea, Nescafé X-Press, Urbacher, Burn, Powerade, Minute Maid, Kinley, Valser, Qoo, Ípsei) gewöhnt. Der Markenwert des Konzerns wird auf 67 Mrd. US-Dollar geschätzt. 600.000 Angestellte schuften in 200 Ländern, um dessen Profit weiter zu steigern.
KritikerInnen lässt das Unternehmen kurzerhand von rechtsextremen Paramilitärs ausschalten. Diese gelten als das Militär der Großkonzerne und sind für etliche Morde und Entführungen von GewerkschafterInnen aus den Abfüllfirmen verantwortlich.

Coca Cola in Kolumbien
Die kolumbianischen Nahrungsmittelgewerkschaft Sinailtrainal wehrt sich seit einigen Jahren gegen die ausbeuterischen Arbeitsbedingungen in den Abfüllbetrieben. Im Zuge dieser Kampagne reichte Sinaitrainal Klage gegen die Coca Cola Company ein, die im März 2003 leider fallen gelassen wurde.
Trotz breit angelegten, internationalen Protesten geht Coca Cola weiter gegen den gewerkschaftlichen Widerstand vor.
Wie stark die Repression gegenüber der Nahrungsmittelgewerkschaft ist, kann man an deren Mitgliederzahl sehen, die von über 2500 in den 80ern, auf 500 heute gesunken ist.
Das Unternehmen schreckt auch vor Morden nicht zurück. So wurden mit Hilfe von Paramilitärs im Jahr 2002 184 GewerkschafterInnen umgebracht, 2005 waren es immernoch 63. Auch dieses Jahr gibt es Berichte über Morde an Sinaltrainal-Mitgliedern.
Außerdem wird geschätzt, dass in Kolumbien in den letzten 18 Jahren insgesamt 5000 GewerkschafterInnen von Paramilitärs ermordet wurden.

Coca Cola in Indien
Aufgrund der Proteste in Kolumbien hat Coca Cola viele Abfüllfirmen nach Indien verlagert.
Auch hier agiert Coca Cola rücksichtslos gegenüber Mensch und Umwelt.
Tiefenbohrungen, durch die bis zu 1 Mio. Liter Wasser pro Tag gefördert werden, senken den Grundwasserspiegel rund um die Abfüllanlagen erheblich. Bei der Fabrik in Kala Dera beispielsweise, kommt es in 50 umliegenden Dörfern zu Wasserknappheit, Grundwasser- und Bodenverschmutzungen. Den Bauern wird so ihre Lebensgrundlage entzogen. Der in der Produktion entstandene Restmüll wurde den Bauern lange Zeit als Düngemittel verkauft. Nachdem eine BBC-Studie einen extrem hohen Anteil von giftigen Schwermetallen (z.B. Cadmium und Blei) in eben diesen “Düngemitteln“ festgestellt hatte, wurde der Verkauf von der indischen Regierung verboten.
Das landeseigene „Center of Science and Environment“ erstellte eine Studie, die feststellte, dass in indischen Coca Cola-Getränken Giftstoffe und Pestizide enthalten sind, deren Anteil sämtliche EU- Richtlinien sprengt. Der Konzern gab daraufhin eine eigene Studie in Auftrag, die beweisen sollte, dass InderInnen angeblich um ein Vielfaches mehr an Gift vertragen, als EuropäerInnen. Dessen ungeachtet haben die USA einen Einfuhrstopp auf indische Coca Cola-Produkte verhängt.

Internationaler Protest gegen Coca Cola
Ende 2005 setzten ca. 20 US-Universitäten und Schulen ein Zeichen, indem sie die Verträge mit Coca Cola kündigten. Dieser Druck seitens der KonsumentInnen soll den Konzern zur Einstellung seiner rigorosen Geschäftspraktiken bewegen.
Der diesjährige, olympische Fackelzug nach Turin wurde von massenhaften Protesten begleitet, die auf die Menschenrechtsverletzungen des Hauptsponsors hinwiesen. Infolgedessen stoppte die Stadt Turin den Ausschank aller Coca Cola-Produkte während der Winterspiele. Eine landesweite Boykottkampagne folgte.
Aufgrund der weltweiten Proteste hat die Coca Cola Company bisher bereits einen großen Imageschaden hinnehmen müssen, der sich auch an deren sinkenden Aktienkursen widerspiegelt.

12.11.06 22:27, kommentieren