Ging ab... (BAP^^)

Coca Cola Company

Die Coca Cola Company ist, der mit Abstand größte Getränkehersteller weltweit. Die meisten Menschen werden von klein auf an seine Produkte (Coca Cola, Coca Cola Light, Vanilla Coke, Sprite, Fanta, Mezzo Mix, Lift, Bonaqa, Nestea, Nescafé X-Press, Urbacher, Burn, Powerade, Minute Maid, Kinley, Valser, Qoo, Ípsei) gewöhnt. Der Markenwert des Konzerns wird auf 67 Mrd. US-Dollar geschätzt. 600.000 Angestellte schuften in 200 Ländern, um dessen Profit weiter zu steigern.
KritikerInnen lässt das Unternehmen kurzerhand von rechtsextremen Paramilitärs ausschalten. Diese gelten als das Militär der Großkonzerne und sind für etliche Morde und Entführungen von GewerkschafterInnen aus den Abfüllfirmen verantwortlich.

Coca Cola in Kolumbien
Die kolumbianischen Nahrungsmittelgewerkschaft Sinailtrainal wehrt sich seit einigen Jahren gegen die ausbeuterischen Arbeitsbedingungen in den Abfüllbetrieben. Im Zuge dieser Kampagne reichte Sinaitrainal Klage gegen die Coca Cola Company ein, die im März 2003 leider fallen gelassen wurde.
Trotz breit angelegten, internationalen Protesten geht Coca Cola weiter gegen den gewerkschaftlichen Widerstand vor.
Wie stark die Repression gegenüber der Nahrungsmittelgewerkschaft ist, kann man an deren Mitgliederzahl sehen, die von über 2500 in den 80ern, auf 500 heute gesunken ist.
Das Unternehmen schreckt auch vor Morden nicht zurück. So wurden mit Hilfe von Paramilitärs im Jahr 2002 184 GewerkschafterInnen umgebracht, 2005 waren es immernoch 63. Auch dieses Jahr gibt es Berichte über Morde an Sinaltrainal-Mitgliedern.
Außerdem wird geschätzt, dass in Kolumbien in den letzten 18 Jahren insgesamt 5000 GewerkschafterInnen von Paramilitärs ermordet wurden.

Coca Cola in Indien
Aufgrund der Proteste in Kolumbien hat Coca Cola viele Abfüllfirmen nach Indien verlagert.
Auch hier agiert Coca Cola rücksichtslos gegenüber Mensch und Umwelt.
Tiefenbohrungen, durch die bis zu 1 Mio. Liter Wasser pro Tag gefördert werden, senken den Grundwasserspiegel rund um die Abfüllanlagen erheblich. Bei der Fabrik in Kala Dera beispielsweise, kommt es in 50 umliegenden Dörfern zu Wasserknappheit, Grundwasser- und Bodenverschmutzungen. Den Bauern wird so ihre Lebensgrundlage entzogen. Der in der Produktion entstandene Restmüll wurde den Bauern lange Zeit als Düngemittel verkauft. Nachdem eine BBC-Studie einen extrem hohen Anteil von giftigen Schwermetallen (z.B. Cadmium und Blei) in eben diesen “Düngemitteln“ festgestellt hatte, wurde der Verkauf von der indischen Regierung verboten.
Das landeseigene „Center of Science and Environment“ erstellte eine Studie, die feststellte, dass in indischen Coca Cola-Getränken Giftstoffe und Pestizide enthalten sind, deren Anteil sämtliche EU- Richtlinien sprengt. Der Konzern gab daraufhin eine eigene Studie in Auftrag, die beweisen sollte, dass InderInnen angeblich um ein Vielfaches mehr an Gift vertragen, als EuropäerInnen. Dessen ungeachtet haben die USA einen Einfuhrstopp auf indische Coca Cola-Produkte verhängt.

Internationaler Protest gegen Coca Cola
Ende 2005 setzten ca. 20 US-Universitäten und Schulen ein Zeichen, indem sie die Verträge mit Coca Cola kündigten. Dieser Druck seitens der KonsumentInnen soll den Konzern zur Einstellung seiner rigorosen Geschäftspraktiken bewegen.
Der diesjährige, olympische Fackelzug nach Turin wurde von massenhaften Protesten begleitet, die auf die Menschenrechtsverletzungen des Hauptsponsors hinwiesen. Infolgedessen stoppte die Stadt Turin den Ausschank aller Coca Cola-Produkte während der Winterspiele. Eine landesweite Boykottkampagne folgte.
Aufgrund der weltweiten Proteste hat die Coca Cola Company bisher bereits einen großen Imageschaden hinnehmen müssen, der sich auch an deren sinkenden Aktienkursen widerspiegelt.

12.11.06 22:27

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen